Historie

Aus rechtlicher Sicht bin ich als freiberufliche Lehrerin tätig und die Kugel ist als „freie Unterrichtseinrichtung“ beim Kultusministerium gemeldet. Wir sind mit dem Status einer Ergänzungsschule vergleichbar, das heißt, die Schüler und Schülerinnen besuchen staatliche oder private allgemeinbildende Schulen bzw. Vorschuleinrichtungen und kommen zusätzlich ein bis zwei Mal wöchentlich in die Kugel.

Inhaltlich findet Kleingruppenförderung (maximal drei Kinder pro Lehrkraft) im mathematischen oder in Ausnahmefällen im schriftsprachlichen Bereich statt. Die Teilnehmer/-innen umfassen eine Altersspanne von circa sechs bis 25 Jahren und kommen aus unterschiedlichen Gründen. Die Hauptzielgruppe besteht aus Kindern und Jugendlichen, die Teilleistungsstörungen, Wahrnehmungsschwierigkeiten oder Konzentrationsprobleme haben. Diese Phänomene sind alters-, intelligenz- und schulformunabhängig; die Förderung hat als Maßstab den aktuellen Fähigkeitsstand und die Lernmotivation des Schülers oder der Schülerin.

Aufgrund der methodischen Vielfalt können jedoch auch Menschen teilnehmen, die ihre Fähigkeiten weiter ausschöpfen möchten und in der Schule und im Elternhaus nicht ausreichend unterstützt werden können.

In der Kugel wird eine pädagogische und verhaltenstherapeutische Begleitung angeboten. Eine homöopathische Unterstützung ist oft dem Lernprozess dienlich. Weiterhin ist intensive Elternarbeit in Form von Beratung und Einbindung Bestandteil der Förderung, die nicht zuletzt der ganzen Familie hilfreich sein kann.

Die Förderung umfasst in der Regel eine Zeitstunde wöchentlich sowie Material für regelmäßige Übungseinheiten zu Hause, die schnell und eigenständig durchführbar sind.

Meines Wissens ist die Kugel in Mönchengladbach die erste Einrichtung, die sich auf die Rechen- und Lese-/Rechtschreibförderung spezialisiert hat. Es handelt sich hierbei nicht um Nachhilfe, wobei auch diese im Fach Mathematik bis zur zehnten Klasse möglich ist.
Wir arbeiten mit anderen Institutionen wie zum Beispiel dem Sozialpädiatrischen Zentrum im Elisabeth-Krankenhaus, dem Kinderzentrum auf der Engelblecker Straße (ambulante Frühförderung), Logopäd/-innen, Ergotherapeut/-innen, Erziehungsberatungsstellen, Schulen, dem Jugendamt usw. zusammen.

 

Nun noch ein paar Zahlen:
1992 begann ich mit meiner Tätigkeit als KUMON-Kursleiterin (hierbei handelt es sich um eine in Japan entwickelte Rechenmethode) und übte diese bis zum Januar 1996 mit durchschnittlich 20 Kindern nebenberuflich aus. Parallel absolvierte ich mein Lehramtsstudium an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Meine Examensarbeit schrieb ich über das Thema „Möglichkeiten einer ganzheitlichen Förderung bei Lernproblemen und Verhaltensauffälligkeiten“ am Erziehungswissenschaftlichen Institut, an dem ich nach meinem Staatsexamen die Möglichkeit erhielt, zu diesem Themenbereich Gastvorträge zu halten. Die Prüfung im Fach Germanistik legte ich mit dem Schwerpunkt „Legasthenie und Lese-Rechtschreibschwäche“ ab.

Im Februar 1996 gründete ich die Kugel und erweiterte das Angebot. Bereits im November 1996 stellte ich eine feste Mitarbeiterin ein, die mit einer Honorarkraft und mir ca. 80 Schülerinnen und Schüler betreute. Von 1997 bis 2008 besuchten zwischen 120 und 180 Schülerinnen und Schüler wöchentlich die Kugel und nutzten unsere vielseitigen Räume, die wir im August 1999 bezogen hatten. Es gab unter anderem einen Bewegungsraum für bewegungstherapeutische Übungseinheiten.
Das Team bestand aus fünf bis sechs Mitarbeiterinnen aus dem pädagogischen, sozialpädagogischen, heilpädagogischen und motopädischen Berufsfeld.

Da ich nebenberuflich meine Ausbildung zur Heilpraktikerin begann und meine Arbeit als Supervisorin mit Gruppen aus Lehrerkollegien und anderen Berufsfeldern intensivierte, verkleinerte ich die Kugel im Frühjahr 2009 und zog um in die Dürerstr. 18.
Neben der Ausübung der beiden anderen Berufe begleite ich nun mit freien Mitarbeiterinnen zwischen 35 und 45 Kinder und Jugendliche bei ihrem Lernprozess. Der Schwerpunkt der ganzheitlichen Lernförderung liegt zurzeit im mathematischen Bereich, doch auch Menschen mit Schwierigkeiten beim Lesen und/oder Rechtschreiben sind willkommen.

Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Außerdem lade ich herzlich zum Besuch und zur Hospitation bei der Förderung nach Absprache ein!

Andrea Kamphausen
Andrea Kamphausen

Lern- und Gesundheitsförderung

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